USA, Venezuela und Erdöl Drogenkrieg als Vorwand oder strategisches Machtspiel? Die Debatte ist nicht neu, aber sie wird wieder lauter. Geht es den USA im Konflikt mit Venezuela wirklich um den Kampf gegen Drogenkartelle? Oder doch um Erdöl, Einfluss und geopolitische Kontrolle in Lateinamerika? Spätestens seit Berichten über verdeckte Operationen und Pläne zur Festsetzung von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro stellt sich die Frage neu. Und sie endet nicht an der venezolanischen Grenze. Auch Kolumbien rückt dabei immer öfter ins Blickfeld. USA, Venezuela und Erdöl Venezuelas Erdöl. Zahlen, Fakten, Realität Venezuela besitzt nach offiziellen OPEC-Daten die größten bestätigten Erdölreserven der Welt. Rund 300 Milliarden Barrel. Mehr als Saudi-Arabien. Das Problem ist nicht der Boden, sondern alles darüber. Die staatliche Ölgesellschaft PDVSA ist seit Jahren geschwächt US-Sanktionen blockieren Export, Finanzierung und Ersatzteile Die Fördermenge fiel von über 3 Mill...
Als ich das erste Mal erzählte, dass ich nach Kolumbien reisen wollte, bekam ich vor allem eine Reaktion: „Bist du sicher? Ist das nicht viel zu gefährlich?“ Es schien, als wäre das Bild dieses Landes für viele Menschen auf einen einzigen Aspekt reduziert: Gewalt und Drogenkartelle. Doch nach meiner Reise kann ich nur eines sagen: Dieses Vorurteil ist nicht nur veraltet, sondern auch eine gewaltige Verzerrung der Realität. „Kolumbien ist viel zu gefährlich!“ Ja, Kolumbien hatte in der Vergangenheit massive Sicherheitsprobleme. Doch das ist längst nicht mehr das ganze Bild. Ich habe mich in Bogotá, Medellín und sogar in kleineren Dörfern rund um die Kaffeezone zu jeder Tageszeit sicher gefühlt. Natürlich gilt, wie überall auf der Welt: gesunder Menschenverstand und Vorsicht sind hilfreich. Keine teuren Smartphones auf offener Straße präsentieren und die dunklen Gassen meiden – das gilt in Berlin genauso wie in Bogotá. Besonders beeindruckend fand ich Medellín, einst als die „gefähr...